SOUL SWIRLING SOMEWHERE "The great barrier" (Melancholic Tragic Wave)
(Kalinkaland)

Wie definiert man Musik? Die Masse dürfte es gar nicht definieren können, da ihre Ohren Konstrukte einer in sich selbst faulenden Industrie sind. Andere sind fasziniert, wenn Klangbilder ihr Bewusstsein mehr als jede Droge beeinflussen. Es gibt dann Leute, die wollen nur einfach ihren Körper Stroposkop-gleich den Rhythmen unterwerfen. Dann gibt es noch welche, die benutzen Musik zum Poppen, Liebhaben, Fahrstuhlfahren und Pizzaessen. Wer nun der richtige Protagonist für die Musik von Michael Plaster alias Soul Whirling Somewhere ist, lässt sich nicht genau sagen. Wahrscheinlich ist es der sanft in Selbstmitleid versinkende Mensch, dessen Partner andere Wege gegangen ist und ihn melancholisch von einer schönen Welt träumen lässt. Tränen fliessen lassend, sich der Schwermut ergeben und Phönixgleich aus dunkler Melancholie entsteigend wird er auf einer harmonischen Welle gleitend die wunderschönen Klängen in sich aufsaugen und fröhlich zwinkernd der Allgemeinheit zurufen: "Manchmal bin ich glücklich, traurig zu sein". SWS liefert Musik, deren gefühlvolle Darbietung in ausdrucksstarke Facetten verpackt, ein Balance-Akt zwischen Harmonie und Schwermut darstellt. Je nach Stimmung und Gemüt kann es den Hörer in tiefe Depressionen versetzen oder ihn warm umhüllend über gewisse Dinge schweben lassen. Diese VÖ ist eine Zusammenstellung aus Songs der vergangenen 10 Jahre und enthält zudem zwei neue Tracks. Einzigartig wie es Plaster gelingt, Akustik Gitarre und Stimme zu einer imaginären Waffe zu formen, die jegliche Gleichgültigkeit zu einem herzzerreißenden Klanggebilde der Schönheit erstarren lässt. Musikalische Schönheit ist nicht beschreibbar, aber diese CD wird Amboss, Schnecke und Steigbügel in eine Harmonie versetzen, deren fortlaufende Vibrationen das Gehirn zu einem Ventilator der Gefühle machen wird. (andreas)