MATORE "Crocodile Tears" (Emotional Ballad Pop) (Curzweyhl) Nach dem das Curzweyhl Label in letzter Zeit immer wieder mit auf hohem Niveau stehenden MA VÖ's auf sich aufmerksam machte, gibt es nun ein ganz anderes Genre zu bestaunen. Balladesk inszenierter, schräger Pop. Die dezent instrumentierten Stücke strotzen der momentan so begehrten Bombast Schiene. Ruhig und in einem eleganten Kleid sind die Songs zwar leichtfüssig produziert, leben aber von einer Zartheit, welche in dem zerbrechlichen Klang von Britas Stimme ihren Gipfelpunkt erreicht. Teilweise sind die Stimmbänder von einer hauchzarten Weiblichkeit behaftet, die allerdings auch mal in verruchte, leicht raue Eleganz übergehen kann. Eilweise erinnert es an Experimental Pop, den auch Künstlerinnen wie Cyndy Lauper oder Kate Bush beherrschten, allerdings waren dies versteckte Perlen auf den Alben. Matore lässt diese Ästhetik geballt wirken, was zunächst Vergleiche mit Björk aufkommen lässt. Dabei gibt es Bar-Atmosphäre, die romantisch-nebulös dargeboten wird. Einige Songs weisen einen bluesigen Touch auf, während andere schräge Underground-Balladeskität besitzen. Brita ist eine perfekte Geschichtenerzählerin und versteht es, ohne Rücksicht auf Melodie oder Rhythmik mit ausdrucksstarker Betonung das Ohr auf das Wesentliche im Song zu lenken. Kleiner Kritikpunkt ist, dass die Songs alle sehr ähnlich aufgebaut sind und allesamt im gleichen Tempo beheimatet sind, könnte aber auch positiv gesehen werden, da hierdurch das Album wie aus einem Guß wirkt. www.matore.de (andreas ) |