MANTICORA "8 Deadly Sins" (Epic Prog/Power Metal)
(Massacre Records)

Album Nummer 4 der Dänen, die sich dieses Mal folgendes Konzept für ihre Musik zurecht gelegt haben: ein Man reflektiert an seinem Sterbebett sein Leben und erinnert sich an die guten und schlechten Dinge sowie seine Sünden. Der Sound der Band ist gewohnt heavy, dafür progressiver als auf dem Vorgänger ausgefallen, was man ihnen sowohl positiv als auch negativ auslegen kann. Die Fans müssen sich zumeist von den eingängigeren Parts verabschieden, bekommen dafür aber mehr Ideen vorgesetzt, durch die man sich erstmal durcharbeiten muss. Die Musik ist technisch ohne Frage qualitativ voll auf der Höhe der Zeit, sowohl von der Produktion (Produzent Tommy Hansen) her als auch die Spielfertigkeit der Musiker betrachtend. Der Kraft der Songs, umgesetzt in den Power/Thrash Metal Passagen, steht eine anziehende epische Ausstrahlung der Musik gegenüber, die das Album in hellem Glanz erstrahlen lässt. Mir gefällt nicht jede Umsetzung in den Songs, aber am Ende haben die Dänen alles etwas besser gemacht als bisher. Wenn man sich mit den ausschweifenden progressiven Zügen richtig anfreunden kann, lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall. (eller)