SÔLSTAFIR "Masterpiece of bitterness" (Psychedilic Dark Metal) (Spikefarm Records) Wenn eine CD gleich mit einem 20 Minuten langen Stück beginnt, weiß man, das wird nicht einfach. Die Isländer Sôlstafir machen es einem dann auch nicht einfach, sowohl was das schnelle mal Reinhören in ihre Musik anbelangt, noch wie man sie bezeichnen kann. Es gibt wohl keine Schublade, in die man "Masterpiece of bitterness" stecken kann. Hier holt man sich die kalte Black Metal Atmosphäre ebenso mit ins Boot wie psychedelischen Rock und alles was dazwischen noch so liegen kann. Vom energischen Vulkanausbruch bis zum langsamen fließenden Lavastrom reiht sich ein Tempowechsel an den anderen, wobei die Atmosphäre zwischen heiß und eisig kalt sein kann. Gesanglich schreit der Sänger meist verzweifelt die im Vergleich zum Debüt "Ì Blódi Og Anda" doch mehr und mehr englischen Texte heraus. Alles zusammen ergibt erst nach und nach ein Bild von einem Werk, das Zeit braucht, aber das wächst. Wem genau man jetzt dieses Album empfehlen kann, ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall braucht man offene Ohren, ein wenig Geduld und Muße für eine besondere Band und man sollte extremem Metal und auch abgefahrener Rockmusik was abgewinnen können. Am Ende gilt es nicht nur den Musikern für ein wirklich gelungenes Album Respekt zu zollen, sondern auch dem Label Spikefarm für den Mut, ein solch schwieriges Werk zu veröffentlichen. Am besten vorher mal irgendwo reinhören. www.solstafir.com (eller) |