WICKED WISDOM "Wicked Wisdom" (Nu Metal)
(AFM Records / Soulfood)

Kennt ihr Will Smith? Yep, der Megaschauspieler und Rapper. Kennt ihr Jada Pinkett Smith? Yep, die Frau von Will und selber Schauspielerin! Warum ich über die beiden schreibe? Tu ich ja gar nicht! Ich schreibe nur über seine Frau! Die hatte von dem Hitparaden-HipHop ihres Gatten nämlich die Schnauze voll und da der Kerl eh nie zu Hause ist, kann man ja auch selber eine Band aufmachen und auf Tour gehen.
Gesägt tun getan. Die gute Jada hat sich als bekanntesten Mitstreiter den ehemaligen Drummer von Fishbone geschnappt und schreibt nun Nu Metal-Hits am laufenden Band. O.k., manchmal übertreibe ich auch. Es ist zwar Nu Metal, aber es sind keine Hits. Und es ist die Art Nu Metal, die diesem Subgenre den schlechten Ruf eingebracht hat. Identitätsloses Gehopse mit viel Bass und (wahrscheinlichen) tiefen Hosen. Laue Songs und der Gesangs Jada's will auch nicht ganz in mein Ohr. Bei den gemäßigteren Songs wie z.B. "Something Inside Of Me" oder "Bleed all over me" mag es ja noch ganz passig sein, aber die Dicke-Hosen-Songs wie "Yesterday don't mean" passen einfach nicht.
Dass die Frontfrau durchaus Power hat, kann man sich auf den Fotos und Videos der Homepage www.wicked-wisdom.com anschauen. Aber was hilft der durchtrainierteste Körper, wenn die Mucke den Abfluss runter geht. Stimmt, gar nix. Einen Bonuspunkt gibt es, weil die Pladde nur eine gute halbe Stunde lang ist und einen weiteren, weil es einige der wenigen afroamerikanischen Frauen ist, die sich dem Metal (im weitesten Sinne) hingibt. Dann doch lieber einen Will Smith-Blockbuster. (chris)


Startseite www.amboss-mag.de