SHAM RAIN "Goodbye to all that" (Pop Metal) (Spinefarm Records) Der unerschöpfliche Pott des finnischen, poppigen Metals ergießt sich erneut und ruckzuck haben The Rasmus eine Konkurrenz im eigenen Land. Das Spinefarm nur Bands signet, die es verstehen, ihre Instrumente zu beherrschen und auch in Puncto Songwriting nicht die Doppellinkshand schwingen, dürfte bekannt sein. Allerdings ist mir dieser melancholische Soundbrei ein wenig zu billig reitend auf der Schiene durchs nördliche Skandinavien. Die ruhigen Songstrukturen dürften den ein oder anderen Ausbruch vertragen, denn hier agiert die Band auf ihrem dritten Werk reichlich bieder. Die verträumt dargebotenen Tracks lancieren eine betörende Melodielinie, der Schmalz ist aber leider ständiger Begleiter. Wenigstens baut der Fünfer (Anm.: mit Sänger Mika Tauriainen von Entwine) nicht auf ausschweifende Extravaganzen, sondern lässt die Soundstrukturen behutsam dahinfliessen. Aber Jungs, das geht auch mal ohne Valium. Sicherlich kein schlechtes Werk, auch die versteckten progressive Einflüsse sind gelungen, aber irgendwie wirkt das Ganze extrem einschläfernd. www.shamrain.net (andreas) |