SPYDER BABY "let us prey" (Industrial Rock) |
(Ascendance/Soulfood) SPYDER BABYist das Ein-Mann-Projekt von Stevie Banch aus Detroit. Mit seinem Debüt haut er uns ein rohes, ungezügelt wildes Werk des Industrial Rocks um die Ohren, welches seine Heimat zwischen NIN und Ministry findet. Stevie hat sämtliche Instrumente selbst eingespielt und natürlich auch für den Gesang gesorgt. Er macht alles nicht schlecht und er macht alles genau wie seine Vorbilder. Nichts, aber auch gar nichts ist neu. Es ist Krach mit einer eruptiven Melodie, welche sich des öfteren eine klar ins Ohr gehende Hookline sucht. Die polternden und druckvoll energischen Songs werden vom schnell-wilden Riffing bestimmt. Das Werk knallt orkanartig ins Ohr, entlässt den Hörer aber in eine windstille Leere. Zu durchgestylt kommt Mastermind Stevie daher und zu durchgestylt sind seinen rohen musikalischen Energieleistungen in Hochgeschwindigkeit. Die Gitarrensoli wirken teilweise amateurhaft und berauben den Song ihrer Wildheit. Der Gesang ist zigarettengeschwängert und wird schreiend bis kreischend dargeboten. Elektronisch gesehen gibt es reichlich sphärische Spielereien (Horror Soundtracks), welche nicht immer Hand in Hand mit wilden Riffing und stumpfen Drums einhergehen. Ein reichlich auf Krawall gebürstetes Album, welches aber unter fehlenden Ideenreichtum leidet und in Puncto Bösartigkeit mehr Marylin als Manson beherbergt. Ein für mich all zu naives Ghoul Rock Album. www.spyderbaby.net (andreas) |