PERZONAL WAR "Bloodline" (Thrash Metal)
(AFM Records / Soulfood)

Früher, genauer gesagt zwischen 1998 und 2004, waren PERZONAL WAR die besseren METALLICA und haben auf ihren Alben dem damals verlorengegangenen Sound der Bay Area-Helden gehuldigt. Seit dem letzten Longplayer "When Times turn Red" sind diese Vergleiche aber endgültig passè, denn man konnte seinen eigenen Stil etablieren und ein Album der Extraklasse vorlegen.

Jetzt liegt der Nachfolger im CD-Player und was soll ich sagen? Vor allem durch den Gesang von Sänger Matthias Zimmer, der sicher die heftigen Parts, als auch die melodiösen Refrains beherrscht, ohne sich in neumodischem Geplänkel zu verlieren, gewinnen die knackigen Kompositionen eindeutig an Wertigkeit. Die Instrumentalfraktion ist aber ebenfalls erstklassig eingespielt und trotzdem hat man sich einen ganzen Sack an Gastmusikern ins Studio geholt und so steuert z.B. Victor Smolski (RAGE) einen Beitrag zu "Utopia" bei, Schmier (DESTRUCTION, HEADHUNTER) und Wiley Arnett (SACRED REICH) veredeln "Two Borders" und Gus Chambers (ex-SQUEALER, ex-GRIP, INC.) und Manni Schmidt (GRAVE DIGGER) legen Hand an "Shred" an.

Die Songs selber sind heftiger geraten, als ich es erwartet hatte und sorgen zweifelsohne für knackende Nackenmuskeln und machen Thrasher mit einem Faible für Melodien definitiv glücklich. Ich bin glücklich und froh, dass die Jungs es geschafft haben, einen richtig geilen Longplayer auszuschwitzen und sich somit eindrucksvoll zurückzumelden. Respekt, meine Herren! www.perzonalwar.de (chris)


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