END OF GREEN "The Sick's Sense" (Dark/Alternative Rock/Metal) |
(Silverdust Records) Die Süddeutschen Melancholiker END OF GREEN heben ihr mittlerweile 6. Album aus der Taufe. Und glaubte man zuletzt, die Band hätte ihren satten und düsteren Stil gefunden, an dem sie seit Jahren augenscheinlich feilen, der wird feststellen, dass sich die Band weiter entwickelt. Auf dem neuen Album gibt's im Vergleich zum Vorgänger "Dead End Dreaming" nicht nur gefühlte Ausweglosigkleit, sondern kleine Lichstrahlen, die die Dunkelheit ein klein wenig erhellen. Trotzdem ist und bleibt es ein Werk geprägt von Melancholie und Traurigkeit. "The Sick's Sense" beginnt mit zwei Songs, die sehr heavy sind. Im weiteren Verlauf stellt man immer mehr Anleihen gen Alternative und Heavy Rock fest, die das musikalische Spektrum der Band erweitern, ohne deren dunkle Wurzeln zu vernachlässigen. Variabler ist auch die Stimme von Michelle Darkness geworden, der nun nicht mehr nur dunkle "rumtönt". Ich habe ein paar Durchläufe gebraucht, um mich an die kleinen Veränderungen zu gewöhnen. Ist das letzte Album eines meiner absoluten Lieblinge im CD-Regal, tue ich mich mit "The Sick's Sense" deutlich schwerer. Die neuen Einflüsse machen die düstere Mucke zwar auf der einen Seite interessanter und abwechslungsreicher, auf der andere Seite fehlt mir noch der letzte Kick, den ich bei END OF GREEN schon häufiger erlebt habe. Doch das soll das an sich gute Album nicht zu sehr runterziehen. Wer sich für düstere Mucke interessiert sollte definitiv mal ein Ohr riskieren und sich die Beispiele auf www.myspace.com/endofgreen anhören. (eller) |
END OF GREEN "The Sick's Sense" (Dark/Alternative Rock/Metal) |
(Silverdust Records) Das inzwischen sechste Album von END OF GREEN hört auf den Namen "The Sick's Sense". Die berüchtigten süddeutschen Brachialromantikern stürmen die Lautsprecherboxen mit einem Mix aus Gothic, Rock, Metal und Alternativ. Düster und melodisch. Hart und melodiös. Die zwölf Songs kommen wehmütig und leidenschaftlich daher. Dennoch tut sich ein regelrechter Abgrund auf, bzw. es entsteht eine musikalische Wand, die jedoch auch droht, einen zu erschlagen. Trotzdem wird richtig gut losgerockt mit Stücken, die über reichlich Tiefgang verfügen. Jeder des Quintetts bekommt seine eigenen Parts zugestanden. So donnern die Drums beispielsweise bei "The sickness crown" wie wild durchs Gelände oder der Bass dengelt nach allen regeln der Kunst durch "Dead City lights". Ruhiger wird es dann beispielsweise bei "Let Sleeping Gods lie". Hier wird dann der Akustikfraktion der nötige Platz eingeräumt. Gemessen am Vorgänger ist END OF GREEN sicherlich gereift, sie sind auch frischer geworden. Gleichwohl erfinden auch sie das musikalische Rad nicht neu. Das Album ist andererseits mehr als solides Handwerk, es gefüllt. Ein bombastisches Ever-Top-Ten-Album ist es allerdings nicht. Es ist schlichtweg gut und gelungen. (ludger) |