GATES OF DAWN "Parasite" (Dark Rock) |
(Eigenproduktion)![]() Schon beim grandiosen Debüt erkannte man die Vorliebe für die 80er und Bands wie Mission oder Cure, heuer lässt die Band diese Fragmente eher tröpfchenweise in die Songstrukturen fließen. Die dichten Atmosphären sind modernerer Natur, der Klang nicht mehr so gedrückt, die Band befreit sich quasi von Altlasten ohne sich der Moderne anzupassen. Was ich absolut bewundere, ist diese gleichbleibende Qualität. Kein Song fällt irgendwie ab. Es ist durchgehend hörenswert, auch wenn eine elektronisch verzerrte Stimme in "Beautiful Departing" etwas befremdlich wirkt. Frau und Mann trifft sich tragischer Einheit spätestens im Refrain. Wunderschön, das getragene "Shadowplay" mit Piano Begleitung. Hier variiert die Band zwischen Reptile House und wunderschön verzierten Melodien. Eine fast wahnsinnige Ruhe umgibt den Song, dessen Text leicht konträr zur Betörlichkeit läuft. Neben all der Melodie, versteht es die Band auch ganz schräge töne in den einzelnen Songs zu integrieren. So erklingt der Song "Terror & Seduction" zunächst abgehackt und exzentrisch. Hernach holt man wieder die Melancholie hervor. Ein sich geschlossenes Werk voller surrealer Momente und tiefgreifender Eleganz. Bewundernswert in diesem Zusammenhang die Gradlinigkeit, mit der die Band ihre Songs kreiert. www.gates-of-dawn.de (andreas) |