(Danse Macabre)
Was für eine wunderschöne CD liefern uns die Kölner hier. Durchdachte Düster Musik mit einer famosen Sängerin. Verträumte Passagen paaren sich mit verspieltem Dark Rock. Die Dunkelheit wird durch den Gesang, trotz ihrer unterdrückten Kraft, nicht negiert, sondern perfekt ergänzt. Jeder Song ein kleines Juwel des Waves. Der musikalische Untergrund mit tiefer gestimmten Saiten ist beseelt von einer Harmonie, von einer durchdringenden Eleganz. Darüber thront Sängerin Elisa Day, welche ihre Stimmbänder recht unaufgeregt benutzt. Kein verzerrtes Opern Gedöns, sondern eine fast puristische Klarheit unterstreicht den Gesang. Ihre lasziv elegante Stimme wird auch mal mit Schmutz bedeckt, wie im durchdringenden "Hypnosis". Bewundernswert, dass man in dieser Musik auch mal dadaistische Züge erkennen kann, so wie im dezent begleiteten "Island Frog". Bedrückend und trotzdem mit einer Leichtigkeit behaftet lässt man diesen Song glänzen.
Musik muß nicht opulent sein, es geht um Seele und diese können auch wenige Riffs und wenig Stimmbandakrobatiken verbreiten. Noch etwas zur Seele, es ist ja fast Tradition, den Drummer durch einen Computer zu ersetzen, was man dadurch verliert, beweist diese Band. Hier sitzt noch eine richtige Drummerin und dadurch wirken die Songs viel lebendiger. Wahnsinn, wie uns der Vierer dazu immer wieder überraschen kann, da gibt es mit dem impulsiven "Love and Lie" gar einen Ausflug in den dunklen Pop.
Fazit: Großartiges Werk. Info: www.theslimp.de (andreas) |