MAGNUS "Acceptance of Death" (Thrash/Death Metal) |
(Witching Hour Productions) Ist Wahnsinn ansteckend? Ich fühle mich irgendwie hektisch und unwohl. Schuld daran wird der neue Longplayer von MAGNUS sein, die das erste Todeszeichen seit 1994 in die polnische Atmosphäre ferkeln. Man selbst beruft sich auf alte Legionen des Thrash, Death und Black Metals und bei dem Geshredder kann ich da nur zustimmen, aber was die uralten VENOM, SODOM, SEPULTURA und wie diese Krachbanausen so heißen, drauf hatten, fehlt den Krachmaten von MAGNUS: echte Songs, nach denen auch nach 25 Jahren immer noch die Menge schreit! MAGNUS sind kompromisslos, ohne Frage. Sie spielen geile Soli und rotzen herrlich schräge Sounds raus, aber bei allem Geballer bleibt der Wiedererkennungswert fast vollends auf der Strecke. Doch je häufiger ich diese fiese Sau im Player rotieren lasse, desto geiler finde ich den Mix aus Blastbeats, Krach und schrägen Tönen. "To understand Death" mit seinen ultrafiesen Vocals, "Private Religion", das wunderbar groovt oder das coole, mit unglaublich geilen und unerwarteten Aussetzern bestückte "When you rest 6 Feet Under" sind wirklich coole Songs. Na gut, die NAPALM DEATH-Hommage "They'll bury" finde ich auch noch gut. Aber sagts nicht meinen Freunden und der Familie, die schicken mich in den Schüttelbunker. Weniger Chaos wäre in diesem Falle mehr, auch wenn ich ernsthaft glaube, dass die Herren um MAGNUS einen absoluten Sockenschuss haben. Aber das muss in einer dermaßen gleichgeschalteten Welt, wie der unsrigen ja nichts schlechtes sein. Wer also mal ausbrechen möchte, sollte sich das Ding reinziehen. Checkt einfach www.myspace.com/magnus1986, aber denkt dran: "There's no use lamenting". (chris) |