ROSENFELS "Handbuch der allgemeinen Chemie" (Melancholie Pop) (Indigo) Lange, lange hab ich mir überlegt wie ich diese Musik beschreiben kann. Leider viel mir nichts ein, außer einer kleinen Geschichte. An einem Montag morgen stand ich auf und hatte noch etwas Zeit bis zum Spätdienst. Was liegt näher als die Zeit mit guter Musik zu vertreiben. Da mir Nick Cave ein wenig zu düster für den Frühlingsmorgen war griff ich zu Rosenfels. Es war ihre dritte etwas seltsam betitelte neue CD, welche den Weg in meinen Spieler fand.. Nachdem ich die CD dann zum ersten vollkommen durchgehört hatte, entstand ein Gefühl der Freiheit, ich dachte ich könnte fliegen. Wunderschön wäre ein Adjektiv, welches diese Musik nur annähernd beschreiben könnte. Die wundervoll baladesken Songs werden von einer tief-betörenden Stimme begleitet. Getragene Klaviersonaten und tieftrauriger Grundtenor bestimmen die gefühlvolle Musik. Einzigartig die hervorragend dargebotenen von Dunkelheit besetzten Stimmbänder. Rosenfels sind das Streichholz und der Korkenzieher bei einem romantischen Abend zu Zweit. Solch ruhige, sehr getragene Songs wie "se it in your eyes" bestechen durch eine Atmosphäre, welche ansonsten nur ein Spaziergang durch einen Wald erzeugt. Die Fesseln, welche in dezenter Weise um das Gehör geschlagen werden, sind wie traurige Bildnisse einer verwegenen Romantik. Hervorragend das an verwegene Ausbrüche von Mark Almond erinnernde "elephant waltz" . Ansonsten erschafft man eine getragene Atmosphäre, welche in seiner gefühlvollen Darbietung in Deutschland einzigartig ist. Rosenfels sind einfach wunderbar schön und kitschig wie ein Kuscheltier, welches man am ersten Geburtstag geschenkt bekommt. Was Rosenfels bieten ist auf dem Teller der Romantik ein Sahnestück. Wer sich in die gehobene Gastronomie der Musik einfinden will, dem dient die Seite der Band: www.rosenfels.de (andreas) |