zurück


RUNNING WILD "Victory"
(Drakkar / G.U.N.)

Die Jahre vergehen, aber wenn man eine neue Running Wild Scheibe in seinen CD-Player schmeisst, weiss man gleich nach der ersten Sekunde, es ist auch Running Wild. Diesen typischen Gitarren-Sound wird es wohl immer geben, auch wenn sich die Songs und die Band um Rock'n'Rolf im Laufe der mehr als 15 Jahre einige Änderungen vollzogen hat, so bleibt "Victory" doch immer noch ein typisches Running Wild Album. "Victory" ist das Ende einer Trilogie mit den Vorgängern "Masquerade" und "The Rivalry" und beendet die Schlacht zwischen Licht und Finsternis. Die Stücke sind aber lange nicht mehr so geradlinig und hymnehaft wie Ende der 80er und Anfang der 90er, als ich meine grosse RW-Phase hatte, sondern grooviger und variantenreicher; einzig der Song "Tsar" kommt an alte Piratenhymnen heran. Mit dem Titel "Revolution" befindet sich diesmal sogar ein Beatles-Cover auf der CD, ein für RW-verhältnisse sehr rockiger Song, aber wie immer gut inszeniert. Wie immer bleibt am Ende nur zu sagen, dass RW-Fans bei "Victory" mal wieder bestens aufgehoben sind und es auch Neulingen nicht schwer fallen sollte, an diesem Album gefallen zu finden, denn es gibt mal wieder keinen schlechten Song, auch wenn ich weiterhin die älteren Werke mehr bevorzuge. (eller)


zurück